Zeitlicher Überblick

ZEITLICHER ÜBERBLICK

A. Die Dauerserie „Ziffer mit Posthorn“

Die ersten drei Wertstufen zu 4, 10 und 20 Pf aus  der neuen  Dauerserie „Ziffer mit Posthorn“ wurden bereits im Amtsblatt Nr. 1 am 3. Januar 1951 angekündigt, aber die Verausgabung durch die Deutsche Bundespost erfolgte erst am 20. Juni 1951. Die Entstehungsgeschichte der Posthorn-Ausgabe läßt sich weit in das Gründungsjahr der Bundesrepublik Deutschland und zwar bis in das Jahr 1949 zurückverfolgen.
Als am  20. September 1949 der erste Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland Konrad Adenauer sein Kabinett mit 13 Minister vorstellte, befand sich darunter auch der neue Minister für das Post-und Fernmeldewesen Dipl.-Ing. Hans Schuberth.
Er sollte später auch der verantwortliche „Vater“ der ersten Dauerserie „Ziffer mit Posthorn“ und mit Inschrift Deutsche Bundespost in der Bundesrepublik Deutschland sein.
Für die Politik und Gesellschaft waren es  sehr schwierige Zeiten und als Folge der Währungsreform, in der neu gegründeten Bundesrepublik Deutschland konnte man spüren, dass das Geld knapp war. Mit Wirkung vom 3. Oktober 1949 galten alle Briefmarken des Vereinigten Wirtschaftgebietes und der Länder  Baden, Rheinland-Pfalz und Württemberg-Hohenzollern im gesamten Bundesgebiet. Da selbst Postbeamten sich bei der Vielfalt über die Gültigkeit der Markenausgaben nicht mehr auskannten, war es dringend erforderlich, eine neue einheitliche Dauerserie für die noch junge Bundesrepublik Deutschland schnellstens einzuführen.
Wie bereits erwähnt, ging am 3. Oktober 1949 die Posthoheit auf den neu gewählten Bundesminister für Post- und Fernmeldewesens Dipl.-Ing. Schuberth über. Die Vorbereitungen zu einer neuen Dauerserie, die symbolisch die „Deutsche Einheit“ in der Bundesrepublik Deutschland zum Ausdruck bringen sollte, waren schon viele Monate zuvor angelaufen. Zwischen dem 3. Oktober und 28. Dezember 1949 hat der Referat des neuen Bundesministers schon eine Ausschreibung für einen Wettbewerb entworfen, der am 28. Dezember  unterzeichnet und am 2. Januar 1950 im Amtsblatt des Post und Fernmeldewesens veröffentlicht wurde. Mit dieser Ausschreibung nahm der Posthornsatz seinen Lauf. Zur Teilnahme berechtigt waren alle Personen, die die  deutsche Staatsangehörigkeit besaßen und im Bereich der Bundesrepublik Deutschland oder dem Westsektor von Berlin ihren Dauerwohnsitz hatten. Es war schon hier klar, dass es nur Künstler oder Grafiker sein konnten, die die nötigen Ausrüstung dafür besaßen.
Zur Ausschreibung wurde laut Amtsblatt ein Entwurf aller Werte verlangt, welcher die Pfennig-Werte
2, 4, 5, 6, 8, 10, 15, 20, 25, 30, 40, 50, 60, 80, 90 Pf und die DM-Werte zu  1,00 bzw. 2,00 DM umfasste. Die Urgröße der Marken soll unterschiedlich des gezähnten weißen Randes (von Spitze zu Spitze der Zähnung gemessen) 21, 48  x  25,5 mm (Hochformat) betragen. Weiter gab es Einschränkungen zu den Motiven. Nicht enthalten sein durften Porträs, Wappen, Landschaften sowie Darstellungen parteipolitischer militaristischer, monarchistischer und religiöser Art. Von einem Bewerber durften auch höchstens zwei Entwürfe eingereicht werden. Also bis dato ein sehr schwieriges Unterfangen, bei all diesen Einschränkungen! Als Schlusstag der Einsendungen an das Bundesministeriums für Post- und Fernmeldewesen (16) Frankfurt (Main) in der Gallusanlage 2, wurde der  25. Februar 1950 festgelegt.

B. Das Preisgericht

Laut Amtsblatt vom 01.01.1950 gehörten zum Preisgericht folgende Personen aus dem Ministerium für Post- und Fernmeldewesens:
  • Dipl-Ing Hans Schuberth, Bundesminister für Post- und Fernmeldewesens
  • Dipl. Ing. K. Dietzmann, Oberpostrat, Bundesministerium für Post- und Fernmeldewesens
  • E. Grützner, Amtsrat, Bundesministerium für Post- und Fernmeldewesens
  • Nieß, Oberpostdirektor, OPD Frankfurt
Ersatzpreisrichter waren:
  • Dr. Lapp, Ministerialdirektor, Bundesministerium für Post- und Fernmeldewesens
  • Schreiber, Postbaudirektor, Bundesministerium für Post- und Fernmeldewesens
Das Künstlerpreisgericht bestand aus Künstlern, die damals stark in der Öffentlichkeit vertreten waren:
  • Professor Trump, München
  • Professor Brudi, Stuttgart
  • Professor Holzinger, Städel`sches Kunstinstitut, Frankfurt/Main
  • Professor O.H.W. Handank, Landeskunstschule Lerchenfeld, Hamburg
  • Holzhammer, Abteilungspräsident, OPD München
  • Professor Dietrich, Bodmann/Bodensee
  • Grafiker Herr Leistikow, Frankfurt
Als Ersatzpreisrichter wurden berufen:
  • Professor Dietrich, Bodmann/Bodensee (spätere Abänderung)
  • Leistikow, Grafiker, Frankfurt/Main (spätere Abänderung)
  • Max Bittrof, Grafiker, Frankfurt/Main
  • Professor Hans Bohn, Frankfurt/Main
  • Professor F.K. Deavilla, Frankfurt/Main
  • Holzmann, Deutscher Werkbund Bayern, München
Preisrichter aus Kreisen der Philatelie:
  • Buerose, Bund Deutscher Philatelisten , Frankfurt/Main
  • Hermann Denninger, 1 . Vorsitzender im Bund Deutscher Philatelisten, Frankfurt/Main
  • Bruno E. Werner, Schriftleiter, Neue Zeitung, München
In der Frankfurter Paulskirche, ab 10. April 1950 bis zum 7. Mai, wurden die eingesandten Entwürfe der Öffentlichkeit präsentiert. Mit fast 5.000 Entwürfen war die Wandelhalle der Paulskirche gut bestückt und die Presse nahm großen Anteil daran (siehe unteres Foto).
Festzuhalten ist, dass keiner der hier abgebildeten und preisgekrönten Entwürfe später als Vorlage für den Posthornsatz in Frage kam (siehe hierzu auch das Buch „Die Posthornserie 1951/52“ von Wolfgang Maaßen).
Bereits in der Eröffnungsrede des Ministers für das Post- und Fernmeldewesen Dipl.-Ing. Schuberth konnte man heraus hören, dass die endgültige Entscheidung zur Motivwahl der neuen Serie, dem damaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss und seiner Gattin vorbehalten sei!
Die Ziffernserie sollte nach einer zweijähriger Laufzeit durch eine neue Dauer-Serie ersetzt werden.
Der Bundesminister Schuberth hatte die Absicht als neue  Motive „Deutsche Landschaften“ zu verwenden. Diese Motive waren  von den einzelnen Länderregierungen vorgeschlagen worden und wurden in einer der Kabinettsitzungen eingebracht. Allerdings entschied man sich gegen ein solche Dauerserie, da keinerlei ostdeutsche Motive auf den Postwertzeichen berücksichtig waren.
Am 3. Januar 1951, fast ein Jahr später nach dem eigentlichem Startschuss, kündigte der Minister Schuberth im Amtsblatt Nr.1/1951 die Herausgabe der neuen Postwertzeichen-Dauerserie mit den ersten drei Wertstufen zu 4, 10 und 20 Pf. an. Zu diesem Zeitpunkt wusste Minister Schuberth nicht, dass die Herausgabe der Serie sich noch bis 20. Juni 1951 verzögerte. Die Postwertzeichen wurden im Buchdruckverfahren bei der Staatsdruckerei in Berlin, in den Markengrößen 21,48 x 25,5 mm auf Wasserzeichenpapier – Zierlinien fallend, BP seitenverkehrt stehend (Wz. 4 W) gedruckt.

 

Ein weiteres Problem bestand darin, bzw. irrte sich auch hier Minister Schuberth, dass in der amtlichen Ankündigung zur Ausgabe mit Verfügung Nr. 267/1951 am 28. Mai 1951, über die  endliche Herausgabe zum 20. Juni 1951, Wertstufen, Rollenmarken und Freimarkenheftchen genannt wurden.  Gemeint sind die beiden im Amtsblatt mit aufgeführten Wertstufen zu 1 und 2 DM und der fehlende 70Pf. Wert, der dringendst  zur Freimachung für Eilboten- Fernkarten, oder Auslands-Einschreiben benötigt wurde! Vermutlich lagerten zu dieser Zeit noch sehr hohe Restmengen an DM-Werten, aus der Bauten-Serie, in den Wertzeichenverteilungsämtern und man setzte den Neudruck für die Posthorn-Markwerte auf unbestimmte Zeit aus. Somit kamen die Posthorn 1 und 2 DM-Werte auch später nie zum Zuge und die Bauten DM-Werte blieben bis zum 31. Dezember 1954 frankaturgültig. Die fehlende 70Pf. Wertstufe wurde mit Amtsblatt 21 vom 7. März 1952 verspätet und ohne vorherige Ankündigung eingeschoben!

 

Amtlicher schwarzer Ankündigungskarton mit Siegel der Staatsdruckerei Berlin und aufgeklebten Marken zu 4, 10, 20 und 30 Pf. laut Amtsbl.Vfg. Nr.1/1951 vom 2. Januar 1951.
Im  Amtsblatt,  Vfg . Nr.267 und 277-1951 wird der Tag der ersten Ausgabe der Werte zu  4, 10 und 20 Pf. auf den 20. Juni 1951, bzw. auch die Ersttagsabstempelung festgelegt.
Die Marken durften an den Post-Schaltern erst am Abend des 19. Juni 1951 zugeführt werden . Es mußte zwingend sichergestellt werden, dass die neuen Postwertzeichen auch in ausreichenden Mengen am 20.Juni 1951 an allen  Postausgabeschaltern vorrätig waren.

 

Ersttags-Stempelpanne – laut Vfg. Nr. 348/1951. Fristverlängerung für die Abgabe von Ersttagsstempeln aus Anlaß der Einführung der ersten drei Werte der Postwertzeichen „Ziffernserie 1951“ ausnahmsweise bis zum 30. Juni 1951!
Mit Amtsbl.Vfg.Nr. 356/1951 vom 16. Juli 1951 wurden die nächsten Werte zu 2, 5 und 30 Pf. angekündigt und am 1. August der neuen Dauerserie  zugeführt.
Weitere Wertzeichen zu 6, 8, 15 und 25 Pf. folgten durch Amtsblattankündigung Nr. 90, Vfg. 444 und 445/1951, vom 31.08.1951 und wurden am 20. September 1951 der Ausgabe zugeführt.
Mit Amtsblatt 117 vom 27. November 1951 folgten in der Vfg. 606/1951, die Werte zu 40 und 60 Pf. die ab 20. Dezember 1951 an den Postschaltern ausgegeben wurden.
Mit Amtsblatt 17 vom 23. Februar 1952 wurden zwei weitere Werte zu 50 und 70 Pf angekündigt und am 11. März 1952 mit Vfg. 102/1952 eingeführt. Im Amtsblatt 21 vom 7.März 1952 wird auf Seite 6, unter Punkt 7 auf die „Verbesserung im Postdienst“ hingewiesen. Da ein außergewöhnlicher einsetzender Auftrieb der allgemeinen Wirtschaftstätigkeit und eine wachsende Beanspruchung der meisten Dienstzweige nachweislich vorlag, war das der Grund für die kurzfristige Einführung der zusätzlichen 70 Pf Wertstufe!
Mit Amtsblatt 28 vom 01.April 1952 wurden die beiden restlichen Wertstufen der Serie angekündigt.
Die Werte zu 80 und 90 Pf. kam mit der Vfg. Nr. 168/1952 am 16. April 1952 in den Postschalterverkauf.

C. Die Dauerserien Th. Heuss

Mit Amtsblatt Nr. 145 vom 29. Dezember 1953 wurde in der Verfügung Nr. 787/1953 eine „Neue Postwertzeichen-Dauerserie“ angekündigt!
Durch Presse und Rundfunk ist folgendes bekanntgegeben worden:
„Die Deutsche Bundespost bereitet die Herausgabe einer neuen Postwertzeichen-Dauerserie vor. Als Motiv wird das Kopfbild des Herrn Bundespräsidenten Prof. Theodor Heuss verwendet. Der Entwurf unter Benutzung einer durch Prof. Walter Hege, Gelsenkirchen, hergestellten photographischen Aufnahme, stammt von Graphiker Max Bittrof in Frankfurt ( Main). Den Druck führte  die Bundesdruckerei Berlin aus.
Für einige Wertstufen ist als Tag der ersten Ausgabe der 70. Geburtstag des Herrn Bundespräsidenten, der  31. Januar 1954, vorgesehen. Die Markengrößen bleiben gegenüber denen der seitherigen  Dauerserie unverändert. Die Werte 2 bis 25 Pf werden wieder im Buchdruckverfahren, die Werte von 30 Pf an im  Stichtiefdruckverfahren hergestellt werden. Einzelheiten werden noch bekanntgegeben.“
In Auszügen aus dem Amtsblatt Nr. 10 mit der Vfg. Nr. 41/1954!
Mit dem 25. Januar 1954 wird in o.g. Vfg. 41/1954 auf Seite 46, der Tag der ersten Verwendung der Werte zu 4 Pf (braun), 10 Pf (grün), 20 Pf (rot) und 30 Pf (blau) der neuen Postwertzeichen-Dauerserie  als der 31. Januar 1954 benannt.
Der Erstbedarf ging den Wertzeichen-Verteilungsämtern ohne Anforderung zu. Die Marken durften den Schaltern erst am Vortag unter Hinweis auf ADA VIII, 1 § 38, I, letzter Absatz, zugeführt werden. Da der  31. Januar ein Sonntag war, wurde gebeten, die Postschalterstunden im Rahmen  der Bestimmungen der ADA V , I § 32 II  so festzulegen, dass jedermann die Möglichkeit gegeben wurde, die neuen Postwertzeichen an diesem Tag kaufen zu können.
Die Einführung weiterer Werte der neuen Dauerserie wurde danach Zug um Zug bekanntgegeben.
Damit endete der Postverkauf der DM-Werte aus der „Bautenserie“ und aller Werte der „Zifferserie 1951“ mit Ablauf des 30. Juni 1954. Die angesprochenen Dauerserien behielten ihre Gültigkeit zum Freimachen von Postsendungen bis einschließlich 31. Dezember 1954. Ein Umtausch von Restmengen konnte während des Monats Januar 1955, kostenlos an allen Postämtern gegen gültige Postwertzeichen, erfolgen.
Eingeschriebener Ersttagsbrief von Bonn, mit dazugehörigem Sonderstempel vom 31. Januar 1954 und mit den neuen Werten zu 4, 10, 20 und 30 Pf (Gebühr: 20 Brief + 40 Pf Einschreiben).
Am 16. März wurde im Amtsbl. Nr.29, mit Vfg.Nr . 133/1954, auf Seite 147, die Werte zu 5, 6, 8, 15, 40 und 100 Pf zum Ausgabedatum vom 1. April 1954 angekündigt.
Die  Größen der Marken waren für  5 bis 15 Pf (21,48  x 25 ,5 mm), für die 40 Pf (23 x 25 ,5 mm)  und für die 1.00 DM Wertstufe (27,5  x 32,3 mm) festgelegt worden.
Oberer Europabrief, per Einschreiben vom Ersttag 01.04.1954 nach England!
Am 18. Mai 1954 wurden im Amtsbl. Nr. 51 mit der Vfg. 265/1954 weitere Werte angekündigt,  die zum 15. Juni an die Postschalter gelangen: a) Buchdruck in der Größe I, 2 Pf (gelbgrün),  25 Pf (rotbraun),
b) Stichtiefdruck in der Größe II, 50 Pf (dunkelgrau), 60 Pf (braun), 70 Pf (oliv), 80 Pf (hellrot), 90 Pf (grün) , 2,00 DM (blau) und 3,00 DM (rotviolett).

 

Im Amtsblatt Nr. 108 unter der Vfg. 535 der deutschen Bundespost vom 16. Oktober 1956 ist nachzulesen: „Änderung des Formats der Postwertzeichen in der Dauerserie Bundespräsident Theodor Heuss – neue Werte zu 30, 40, 50, 60, 70, 80 und 90 Pf“!
Im Zuge der Rationalisierungen bei der Deutschen Bundespost  wurden o. g. Werte dieser Dauerserie von der Markengröße II (23 x 27,32 mm) auf die Markengröße I (21,5  x 25 ,5 mm) umgestellt .
Sie wurden also in gleicher Größe wie die Postwertzeichen der bereits verausgabten Werte von 2 bis 25 Pf dieser Serie gedruckt. Das Druckverfahren (Stichtiefdruck) wurde unverändert beibehalten . Für den Druck in der neuen Größe wurde jedoch nun Postwertzeichen-Papier mit Wasserzeichen (WZ ) „DBP“ verwendet.
Gleichzeitig  wurden die Farben entsprechend der UPU-Vorschriften angepasst und geändert!
Einen Erstausgabetag gab es für diese Marken nicht! Die Postwertzeichen in der geänderten Größe wurden, je nach Aufbrauch der Altbestände, Zug um Zug von den Wertzeichen-Verteilungsämtern geliefert und konnten dann sogleich verwendet werden. Somit kann ein Ersttag der neuen Marken bis heute nicht nachgewiesen werden und es liegen nur die Monate und Jahre vor:
30 Pf – im November 1957, 40 Pf – November 1956, 50 Pf – Februar 1957, 60Pf – September 1957, 70 Pf – Februar 1957, 80 Pf – Juni 1957 und die 90 Pf – Juni 1957.
Gültigkeitsdauer der Ausgabe bis zum 31. Dezember 1964!

 

Das Saarland als Bundesland der Bundesrepublik Deutschland!
Auszug aus dem Michel-Spezial-Katalog:
Am 01. Januar 1957 wurde das Saarland als Bundesland in die Bundesrepublik Deutschland eingegliedert. Bis zum 05. Juli 1959 bestand aber weiterhin die französische Währung (Franc-Währung). Aus diesem Grund gab die Deutsche Bundespost für das Saarland eigene Marken in Franc-Währung heraus.
Im Amtsblatt unter der Vfg. Nr. 1 vom 1. Januar 1957 steht folgender Text:
Neue Postwertzeichen-Dauerserie im Saarland:
Im Saarland wird am 1. Januar 1957 mit der Ausgabe der neuen Postwertzeichen-Dauerserie begonnen.
Als Motiv wird in der  Postwertzeichen-Dauerserie „Bundespräsident Th. Heuss“ der Deutschen Bundespost ein Kopfbildwiedergabe des Herrn Bundespräsidenten verwendet. Die Beschriftung in negativen Antiqua-Großbuchstaben  lautet – auf rechten  Rand, von unten nach oben  „Deutsche Bundespost “ und links in zwei Zeilen unten „Saarland“, rechts daneben steht die Wertangabe in Franc-Währung, jedoch ohne Zusatz (Fr-Franc).
Die verausgabten Markenwerte zu: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 10, 12, 15, 18, 25, 30, 45, 50, 60, 70, 80, 90, 100  und 200 (eine Marke zu 300 war in der Ausgabe vorgesehen,  aber wurde nicht verausgabt!).
Die Verwendungsdauer dieser Ausgabe wurden mit Amtsblatt unter Vfg. Nr.53 auf  Seite 371, mit Ablauf des Datums zum 1. Juli 1958 angekündigt.
Mit Amtsblatt und Vfg. 515/1957 wurde die „Zweite Auflage“ der Freimarkenserie des Bundespräsidenten Theodor Heuss (II) und nun mit Währungsbezeichnug „F“,  zum 2. November 1957 verausgabt.
In dieser Ausgabe befand sich nun die bereits vorab angekündigte Marke mit dem Wert 300 F (Ausgabe am 20. Dezember 1957).
Die Postwertzeichen mit der Währungsbezeichnung „F“ durften nur im Saarland verwendet werden. Die Verwendungsdauer der Werte mit Wertangabe „F“ wurde im Amtsblatt unter der Vfg. 3 vom 6. Jannuar 1959 zum 6. Juli 1959 angekündigt.

 

Mit diesem Amtsblatt liefen bereits die Vorarbeiten bei der Deutschen Bundespost an, für die Herausgabe neuer Werte der Dauerserie „Bundespräsident Th. Heuss III“.
Nach einem Entwurf von Liselotte Strelow, in Düsseldorf hergestellter photographischer Aufnahme, lag ein Vorentwurf von Eugen Max Codier zugrunde. Die zunächst auf den Markenränder angeordnete Schrift,  wurde auf Vorschlag des Kunstbeirats der Deutschen Bundespost zu einem Oval umgestaltet. Die Umsetzung der Kopf-Darstellung besorgte der Stecher Willi Seidl , Stuttgart, die der Schrift Professor Eugen Frank, Stuttgart.

 

Die so entstandene Ausführung des Entwurfs  wurde von der Bundesdruckerei in Berlin umgesetzt, um die Druckarbeit auf den Spezial-Briefmarkendruckmaschinen zu erzielen .
In der ersten Ausgabe erscheinen die Werte  zu 10 und 20 Pf  am 31. Januar 1959 – dem 75. Geburtstag des Bundespräsidenten.
Die Werte nach dem neuen Entwurf wurden gleichzeitig in einer Ausführung mit der Beschriftung „Deutsche Bundespost Berlin“ für den Bereich der Landespostdirektion Berlin ausgegeben.
Die Marken-Ausgaben mit und ohne Angabe „Berlin“ waren wechselseitig gültig.
Für die neuen Postwertzeichen gelten folgende Einzelheiten:
  • Werte a) 10 Pf
  • Werte b) 20 Pf
Druck: Buchdruck der Bundesdruckerei Berlin.
Markengröße (21,5 x 25,5 mm Hochformat).
Farben :
a) grün
b) rot
Papier: weißes Papier mit Postwertzeichen – Wasserzeichen (WZ) „DBP“ .
Amtsbl. Vfg. Nr . 37,  S. 231 vom 1. April 1959.
Als weiteren Wert der Postwertzeichen – Dauerserie „Bundespräsident Heuss“ wird am 10. April 1959, der Wert  7 Pf , in den beiden Fassungen mit und ohne Bezeichnung „Berlin“, in der Farbe „blaugrün“ ausgegeben.
Im Amtsblatt vom 30. April 1959 mit der Vfg. Nr. 46, S.283, wurden die beiden letzten Wertstufen zu
40 und 70 Pf zum 22. Mai 1959, in beiden Fassungen mit und ohne „Berlin“ angekündigt.
Stich: Eugen Falz
Druck: Stichtiefdruck der Bundesdruckerei Berlin
Farben:
a) Wert zu 40 Pf (blau)
b) Wert zu 70 Pf (dunkelblauviolett)
Markengröße: (21,5 x 25 ,5 mm / Hochformat)
Papier:  weißes Postwertzeichen -Papier mit Wasserzeichen (WZ ) „DBP“